Hund und Hipster inszeniert von Haase

Das beste PR-Bild des Jahres 2017 kommt in diesem Jahr von Esther Haase. Mit einer Inszenierung für die Marke »Burlington« sicherte sich der deutsche Textilhersteller Falke den ersten Platz des renommierten Branchenpreises. Das Motiv von einem Mann mit Hipster-Bart, der von einer Bulldogge in Socken abgeschleckt wird, setzte sich gegen circa 1.000 Mitbewerber durch.

Im Rahmen der Kampagne entstanden noch viele weitere tolle Fotos mit Herr- bzw. Frauchen im charakteristischen Esther-Haase-Stil. Die passionierte Fotografin, die in Hamburg und London lebt, ist selbst Hundeliebhaberin und lebt seit Jahren mit Vierbeinern zusammen.

 

Auch in Ihrem aktuellen Buch »Esther’s World«, in dem die Künstlerin die Schachtel mit ihren Lieblingsmotiven geöffnet hat, sind viele Bilder mit Hunden zu finden.

ÜBER ESTHER HAASE

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet Esther Haase für internationale Auftraggeber und renommierte Magazine. Die Fotografin wechselt dabei spielerisch zwischen den Genres Mode, Porträt und Reportage. Sie hat Angela Merkel, Karl Lagerfeld und Vivienne Westwood fotografiert, für die indische »Vogue« und die italienische »Vanity Fair« gearbeitet, Werbekampagnen für Falke und Escada entworfen und den Werbespot »Berlin, Du bist so wunderbar« für Berliner Pilsner konzipiert.

Von sich selbst sagt Esther Haase, ihr Leben sei ein Tanz mit der Kamera durch die Welt. Und in der Tat hat die gebürtige Bremerin, die heute zwischen Hamburg und London pendelt, zunächst Ballett studiert und auf der Bühne gestanden, bevor sie sich der Fotografie zuwandte. Haases Werk durchzieht eine Leichtigkeit, die Frauen wirken fröhlich und ausgelassen, dabei sind sie stets selbstbestimmt und stark, sexy und stylish. Es geht ihr darum, Geschichten zu erzählen, ob mittels Bewegungsunschärfen, lyrisch-zarten oder knalligbunten Farben und in kontrastreichem Schwarz-Weiß. Manche Bilder wirken wie cineastische Träume, andere sind barocke Inszenierungen und wieder andere witzige Momentaufnahmen. Ihre Bilder zelebrieren die Freude am Sein, die Leidenschaft, das selbstbewusste Spiel mit der Sexualität, den Ausbruch aus dem starren Korsett des Alltags, vor allem aber den Menschen in seiner Gesamtheit: abenteuerlustig, kühn, erotisch, manchmal auch melancholisch und in sich gekehrt, aber immer ganz bei sich selbst.

Was als spontaner Schnappschuss daherkommt, ist das Ergebnis harter Arbeit und unerschöpflicher Energie. Haases Erfahrung als Choreografin hilft ihr dabei, die Protagonisten und die für ihre Bilder so typischen, aufwendigen Kulissen und Kostüme zu präzisen Kompositionen zu arrangieren. Als ehemalige Balletttänzerin verfügt über die Gabe, Körperlichkeit zu betonen und Bewegung als Tanz zu begreifen.

© Esther Haase // Buch erschienen im Hatje Cantz Verlag

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